Hexe
(Text und Melodie Thalianna vom Silberwald)
a G
Knien im Dunkel, Gebet um Erlösung
a G a
der Blick geht zum Himmel, der sternenlos bleibt
a G a
Die Sterne sie liegen heut auf der Erde
G a
in tausenden Fackeln, die Angst sie bleibt.
a G am
Gebet an das Dunkel, denn Licht ist der Jäger,
G a
die Bitte um Schutz, der Himmel bleibt kalt
a G a
Sie hört schon die Stimmen, “Gebt uns die Hexe!”
G a
von unter dem Felsen aus dem Lichterwald.
a G a
Ein Kind aus dem Dorf, dem die Ernte verdorrte,
G a
die Mutter schon tot, lebt am Rande vom Wald
a G a
Sitzt heute Nacht auf den Felsen am Flusse,
G a
ihr Leben noch jung, die Steine uralt.
Sie weiß nicht wieso sie nun schuld ist an Allem,
leidet am Hunger mehr noch als sie
Doch hat wohl dem Priester es nicht gefallen
dass, als er sie wollte, sie ihm sagte “Nie!”
Im Dorf ist das Holz schon hoch aufgeschichtet,
zu bringen ein Opfer für Friede und Glück
Ein Hohn, dass man sie schwarzer Kunst bezichtigt!
Wo liegt nun die Schuld? Sie blickt nicht zurück.
Schon steigen die ersten Lichter zur Plattform,
sie drückt sich eng an den uralten Stein
Als wollt sie aus Angst mit der Erde verschmelzen,
sie fühlt sich so schrecklich verlassen, allein.
Gebt uns die Hexe! Der Schrei kommt näher,
es gibt kein Entkommen, kommt es wie es muss?
Die Entscheidung war hart, doch sie will nicht die Folter,
sie tritt auf die Klippe und springt in den Fluss
Ein Kind aus dem Dorf, dem die Ernte verdorrte,
die Mutter schon tot, starb in diesem Wald
Sprang heute nacht von den Felsen am Flusse,
Ihr Leben ließ sie bei den Steinen so alt.