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Das Leben der Heppi B.
Die Reise ins Land des Barons von Dworken

Ich reiste schon einige Wochen mit der Drachengilde durch die Lande. Es gefiel mir sehr gut, wir waren auf Wanderschaft, auf dem Weg zum Baron von Dworken. Thorrolf hat gesagt, dass er einen Brief gekriegt hatte, in dem stand, dass sein Bruder entführt worden war. Natürlich wollten wir ihm helfen. Auf dem Weg dahin begegneten wir Elfen. Damals dachte ich noch, Elfen sind böse, aber jetzt weiß ich, dass die meisten doch ganz nett sind. Aber ich bin trotzdem noch auf der Hut, und wenn ich mir nicht sicher bin, frag ich lieber noch mal nach. Naja, jedenfalls halfen wir diesen Elfen, indem wir die Echsenwesen aus ihrem Land vertrieben und der Fluch von ihren Erwachsenen genommen wurde. Die hatten sich nämlich wie kleine Kinder aufgeführt. Ganz schön anstrengend…

Aber schließlich haben wir das Lager, das der Baron aufgeschlagen hatte erreicht. Er hielt eine große Ansprache, die ich leider verpasst hatte. Meine Haare waren so zerzaust, und ich musste sie neu flechten. Als ich fertig war, hatte der Baron – Erv hieß er, glaub ich – seine Rede schon beendet. Aber Thorrolf hat gesagt, bei der Burgruine in der Nähe haust ein schwarzer Ritter. Das mussten wir uns natürlich genauer anschauen. Auf dem Weg dahin sagte Leanna zu mir, dass wir ein Spiel spielen. Wenn sie es mir sagt, sollte ich zurücklaufen und Hilfe holen und würde dann dafür ein paar Halbedelsteine bekommen. Dafür musste ich aber ruhig sein. Ich wollte das Spiel natürlich gewinnen. Es war gar nicht zu einfach, nichts zu sagen, besonders als die Burgruine vor uns auftauchte. Es schienen Orks da zu sein. Leanna sagte, jetzt soll ich Hilfe holen. Und da rannte ich los. Schon bald war ich an der Wegkreuzung und sah ein Trupp von Leuten aus unserem Lager mir entgegen marschieren. Doch was taten sie? Sie bogen doch tatsächlich falsch ab. „Halt!“ rief ich, „Ihr lauft den falschen Weg, hier geht’s lang!“ Ich rannte ihnen hinterher und war überrascht, dass sie alle ihre Stangenwaffen nach mir ausstreckten. Sie hatten doch nicht etwa Angst vor mir? Ich erklärte ihnen schnell, was los war und rannte zurück. Natürlich sollten sie mir folgen, doch sie waren ja so langsam. Und dann noch so laut! Ihre Plattenrüstungen konnte man noch am anderen Ende des Waldes holen. An der Stelle, wo mich meine Freunde losgeschickt hatten, war niemand mehr. Ich machte mir große Sorgen. Natürlich trieb ich die anderen noch mehr an und lief noch schneller.

Schließlich erreichten wir die Burgruine. Eine morsche Brücke führte hinüber und ein großer, schwarzer Turm ragte in den Himmel. Viele Hoipolloi waren versammelt und ich fand auch die Drachengilde wieder. Es war alles in Ordnung. Erik erzählte mir, dass der schwarze Ritter besiegt worden war. Ich hätte ihn zu gerne gesehen. Wir wollten gerade den Heimweg antreten, da sah ich ein weißes Einhorn! Es war wunderschön und stolzierte durchs Gras. Natürlich lief ich sofort hin und schaute es mir an. Ich pflückte ein wenig Gras und hielt es ihm hin. Ich dachte, das mag es, weil mein Pony zu Hause kam dann immer zu mir, wenn ich ihm was zu fressen gab. Ich begrüßte das Einhorn, und was glaubst du, wie überrascht ich war, als es mir antwortete. Ich fragte, wie es heißt, aber es sagte mir, ich kenne seinen Namen. Da hab ich es einfach Dunja genannt, genauso wie mein Pony zuhause heißt. Ich habe gelernt, dass Einhörner was besonderes sind: sie haben ein Horn und können sprechen. Außerdem sind sie wunderschön.

Wir wanderten ins Lager zurück. Wir waren gerade beim Essen, als wir von Orks angegriffen wurden. Die Armen hatten riesigen Hunger gehabt und uns nicht getraut nach Essen zu fragen, also griffen sie an, um sich was mitzunehmen. Doch das fanden unsere Leute nicht gut. Sie haben die Orks ganz schön verhauen. Die Armen. Ich hielt meinen kleinen Wurfdolch in der Hand. Den hatte einer der Elfen von den Echsenwesen verloren… Wenn ich ihn mal wiedersehen sollte, muss ich unbedingt daran denken, ihn zurückzugeben. Naja, jedenfalls stand ich neben einem Ork, der am Boden lag. Es war grausam, sein Bauch war voller Blut. Wenn er nicht ohnmächtig gewesen wäre, hätte er wohl unerträgliche Schmerzen gehabt. Einer der Ritter kam auf mich zu. Er sah den Dolch in meiner Hand und sagte ich solle den Ork von seinen Qualen erlösen. Doch das konnte ich nicht. Als er dann den Dolch von mir haben wollte, sagte ich nein. Wo war Lea bloß? Sie würde dem armen Ork bestimmt helfen können. Ich schaute mich um und da kam sie zum Glück. Sie schob den Ritter zur Seite und fing an, den Ork zu heilen. Ich schaute genau zu. Sie verband die riesige Wunde am Bauch. Es sah sehr schlimm aus. Schließlich half ich Lea, den Ork in unser Zelt zu tragen. Dort nähte Lea die Wunde und ich durfte sogar den neuen Verband anlegen. Mahagon war mit im Zelt und passte auf. Denn niemand durfte ins Zelt, damit Lea nicht gestört wurde.

Irgendwann wachte der Ork auf. Lea sagte, ich solle nicht soviel auf ihn einplappern. Aber ich hab ihn mindestens fünfmal nach seinem Namen gefragt und immer was anderes verstanden. Ich glaube er heißt Rasul. Ich glaube Thorrolf war böse auf uns, weil er nicht ins Zelt durfte. Aber wir hatten Angst, dass er dem Ork vielleicht weh tut. Oder dass er ihn den anderen ausliefert, denn ich hatte gesehen, dass die Ritter zwei Orks gefangen hatten. Lea und ich überlegten, was wir mit dem Ork machen sollten. Er war noch sehr schwach, aber er konnte hier nicht bleiben. Also beschlossen wir, ihn nach Hause zu bringen. Mahagon war entsetzt. Doch wir sagten ihm, wir würden mit oder ohne ihn gehen. Also kam er mit, denn seiner Meinung nach musste einer uns ja beschützen. Wir setzen Rasul meinen Hut auf und zogen ihm meinen Umhang an und gingen dann ganz unauffällig durchs Lager und hinaus. Keiner hatte etwas gemerkt. Wir liefen quer durch den Wald, in Richtung von Rasuls zuhause. Unterwegs trafen wir noch mehr Orks. Nun war es auch nicht mehr schwierig, den Weg zum Orklager zu finden. Wir saßen noch bei den Orks im Zelt und tranken und aßen etwas. Besonders die Orklieder haben mir gefallen. Auf dem Heimweg begleitete uns Fischknochen. Er ist ein Orkschamane. Lea versprach ihm, ihm etwas über Kräuter beizubringen, weil er uns auf dem Heimweg vor den Rittern beschützte, die nachts so gefährlich durch den Wald liefen.

Bei Morgengrauen erreichten wir totmüde das Lager. Die Wachen waren sehr unhöflich zu uns, ließen uns aber hinein. Dann konnten wir endlich schlafen.

Am nächsten Morgen sah ich, dass inzwischen vier Orks gefangen waren. Von Rasul hatte ich gehört, dass sogar einer der Anführer dabei war. Was sie wohl mit ihm anstellen würden? Sicher nichts Gutes. Ich überlegte, ob ich was tun konnte. Die Orks taten mir so unendlich leid. Und auf einmal ergab sich die Gelegenheit. Die Wachen waren auf einmal fort, wahrscheinlich holten sie sich gerade etwas zu essen. Ich schnitt ihre Fesseln durch und sie verschwanden ungesehen aus dem Lager. Ich glaube es hat niemand etwas gemerkt. Als ich am Nachmittag sah, wie ein armer Goblin gequält wurde, wusste ich, dass ich genau das richtige getan hatte.

Später am Tag hörten wir, dass in der Burgruine etwas Geheimnisvolles sein sollte. Doch die Orks waren alle auf der Ruine. Ich war dort und sah, wie die Überzahl unserer Leute die Orks töten wollte. Die Orks hatten keine Chance. Sie waren umzingelt und hatten keinen Fluchtweg. Was sollten sie tun, außer zu kämpfen? Doch wie gesagt, sie waren zu wenig. Und so wurden sie geschlagen. Und wen sah ich da am Boden liegen? Rasul… Mahagon und ich gingen zu ihm, um ihm zu helfen. Da kam ein Ritter und schnauzte uns erst mal an, wie wir es wagen konnten, dem Feind zu helfen. Ich hätte am liebsten zurück geschnauzt, dass die Ritter es waren, die angegriffen hatten, doch da hatte er sich schon wieder abgewandt. Wir versteckten Rasul im Gebüsch, damit er nicht als Gefangener mitgenommen wurde. Ich sah, wie er schließlich fliehen konnte.

Als alle Verletzen versorgt waren, schafften es unsere Leute eine verborgene Tür zu öffnen. Dahinter war eine Kammer. Mir fielen sofort zwei Kisten auf. Und dann lag noch ganz viel Papier rum mit Schrift drauf. Naja, ich schnappte mir eine Kiste und trug sie raus und drückte sie Minobu in die Hand. Danach holte ich die andere Kiste. Die anderen waren noch in der Kammer beschäftigt, da war ich schon dabei, das Schloss der Kiste zu knacken. Wie hatte ich das doch vermisst. Seit Wochen hatte ich kein Schloss mehr gesehen, da wir die ganze Zeit im Wald unterwegs waren. Ich war deswegen ein bisschen ungeübt, aber trotzdem schaffte ich die erste Kiste nach einigen Minuten zu öffnen. Es war eine Kugel drin. Sie war wichtig, sagten die anderen und ich sollte sie zu den Kargathianern bringen.

Aber zuerst öffnete ich die zweite Kiste. Sie hatte ein viel schwierigeres Schloss. Ich war etwas enttäuscht, dass es nicht durch eine Falle gesichert war, da hätte das Öffnen doppelt soviel Spaß gemacht. Aber so schaffte ich das Schloss auch ohne Probleme. Aber bis auf ein Geldstück war nichts wichtiges drin. Nur ein paar Zeichnungen, die sehr verworren waren. Ich brachte die Kisten den Kargathianern, wartete bis sie sie geleert hatten, und nahm dann die eine Kiste als Belohnung mit. Ich füllte sie mit schönen Steinen, die ich fand, ein paar Blumen und ein lustig geformtes Holzstück. Dann ließ ich das Schloss wieder zuschnappen und ging zurück zum Lager der Drachengilde. Leider war ich zu diesem Zeitpunkt noch immer kein Mitglied. Aber ich dachte, wenn wir den Bruder des Barons befreit hatten, würde ich aufgenommen werden. Aber es kam ja anders. Aber das erzähl ich ja schon noch. Jedenfalls kam ich mit der Kiste zurück.

Alle waren ganz neugierig wo ich sie her hatte und was drin war. Sie sagten ich soll sie aufmachen, doch ich sagte ich hab keine Lust. Ich wusste ja schließlich was drinne war. Vollbart, ein Bauer, dem wir unterwegs begegnet waren und der mitgekommen war, versuchte mit meinen Helferleins das Schloss zu öffnen. Er hats natürlich nicht geschafft. Da bettelten alle, ich solls aufmachen. Leanna sagte, da ist bestimmt gar nichts drinne. Und Aseik sagte das auch. Da hab ich mit den beiden gewettet. Wenn sie Recht hatten, würde ich von beiden ein Kupfer kriegen und wenn nicht, sie beide ein Silber von mir, weil ich hatte ja keine Kupfermünzen. Aber ich wusste ja auch, dass was in der Kiste ist. Damit ich nicht so lange warten musste, hab ich sie dann auch geöffnet und dann gleich meine zwei Kupferstücke verdient.

Nicht viel später, hörten wir Orkgebrüll von draußen. Es klang irgendwie wie Elfen und Kenderhappen. Lea reagierte als erste. Sie wusste, dass wir gemeint waren und so liefen Mahagon, sie und ich zu dem Ork. Es war Fischknochen zusammen mit zwei Orkfrauen, deren Namen ich leider vergessen habe. Er wollte seine Kräuterkundestunde haben. Als die Hoipolloi im Lager sahen, dass die Orks friedlich waren, durften wir mit ihnen gehen. Lea hatte viele Kräuter mitgenommen, damit sie sie erklären konnte. Es verschlug uns zur Burgruine. Wir waren neugierig, ob sie vielleicht wieder belagert wurde, aber niemand war da. Also beschlossen wir, die Burg selbst zu belagern – zu sechst. Das taten wir dann auch. Die Orkinnen sonnten sich auf den Zinnen und wir anderen lernten von Lea was über Kräuter. Aber irgendwann war mir das zu langweilig.

Ich spazierte über die Brücke und hörte Stimmen. Ich ging den Weg ein wenig weiter und sah ein Feld. Dort waren Kargathianer. Die erkannte man so leicht an den weißen Wappenröcken mit dem gelben Vogel – Phönix heißt der glaub ich – drauf. Sie waren recht weit weg und schienen bei einem Altar zu sein. Ich erinnerte mich, dass Thorrolf auch was von einem Altar gesagt hatte. Aber worum es genau ging, wusste ich nicht. Ich spazierte zurück. Ich war sehr überrascht, dass Lea und die anderen mir schreiend entgegenrannten. Hatten sie mich so vermisst? Sie riefen mir zu, dass sie von schwarzen Schatten verfolgt wurden und da sah ich sie schon. Sie waren groß und wirklich sehr schwarz. Sie schwebten ein Stück über dem Boden und hielten riesige Schwerter. Und es waren mindestens 10. Und sie sahen sehr böse aus, denn sie schlugen nach den anderen. Lea schrie mir zu ich solle laufen und ich rief, sie sollten mir folgen. Denn ich kannte den Weg hinunter zum Feld und die Kargathianer würden uns bestimmt helfen.

Gesagt, getan. Wir rannten zum Feld, Lea und ich zumindest. Denn die anderen stellten sich den Schatten entgegen. Wir riefen nach den Kriegern auf dem Feld und sie kamen. Es war eine harte Schlacht, doch endlich waren die Schatten besiegt. Viele waren verletzt, aber Lea kümmerte sich um sie. Fischknochen lag am Boden, doch er sagte ich solle mich um die eine Orkfrau kümmern, die noch oben auf der Burg lag. Mahagon und ich liefen hinauf. Ein paar Kargathianer kamen mit und bewachten die Brücke. Wir sahen die Orkin auf dem Boden liegen. Sie blutete. Mahagon begann sie zu heilen. Wir waren alleine auf dem Burghof.

Plötzlich verdunkelte sich einer der Torbögen. Die Schatten die heraus traten, sahen fast majestätisch aus. Grausam in ihrer Schönheit. Es waren sechs. Mahagon und ich schauten uns an. Wir griffen zu den beiden Schwertern, die zu unseren Füßen lagen. Mahagon schrie nach Hilfe. Es war lange her, dass ich ein Schwert in der Hand gehabt hatte. Ich weiß noch, wie sauer Minobu damals war, aber er war ja selbst schuld gewesen, dass ich ihn nicht gefragt hatte. Diesmal hatte ich auch nicht daran gedacht, jemand zu fragen, ob ich’s nehmen durfte. Aber wen hätte ich auch fragen sollen. Die Schatten kamen auf uns zu. Ich sah, wie Mahagon getroffen zu Boden fiel. Ich hielt das Schwert mit beiden Händen fest und versuchte nicht getroffen zu werden und auf die Gefallenen aufzupassen. Doch beides gleichzeitig ging nicht und so wurde ich nach hinten gedrängt. Zum Glück kamen die Kargathianer zu Hilfe. Sie übernahmen die erste Schlachtreihe von mir und besiegten die Schattenwesen. Ich war erleichtert. Schnell schaute ich nach Mahagon und der Orkfrau, sie lebten beide noch. Lea war nicht da, also erinnerte ich mich an den letzten Abend, wie ich Rasul den Verband angelegt hatte und verband dann die Wunden von den beiden. Als es allen besser ging, liefen wir zurück Richtung Lager.

Auf dem Weg mussten wir feststellen, dass die Orks und unsere Leute schon wieder gekämpft hatten. Die Schlacht hatten die Orks gewonnen. Ich weiß nicht, wie es zu der Schlacht gekommen war, aber bestimmt waren unsere Hoipolloi schuld gewesen. Von der Drachengilde war zum Glück niemand schwer verletzt. Wir gingen am Abend früh zu Bett.

Am nächsten Tag wollten sich die Ritter rächen. Sie wollten endlich den Bruder des Barons von den Orks einfordern oder in deren Lager einfallen. Inzwischen hatten sie wohl rausgekriegt, wo es war. Mahagon und ich wollten mit, waren aber zu spät dran. Die anderen waren schon vor 10 Minuten losmarschiert. Wir hatten keine Lust so schnell zu laufen, so gingen wir gemütlich den Weg entlang. Und wir hatten eine Abkürzung gefunden, denn wir sahen auf einem Feldweg einen Späher von uns. Wir traten aus dem Wald aufs Feld. Wir waren bestimmt keine 10m mehr entfernt auf diesem offenen Feld, doch er bemerkte uns nicht. So was unvorsichtiges, dachte ich mir. Ich grunzte wie ein Ork, um ich ein wenig zu erschrecken. Was glaubst du, wie der zusammengefahren ist? Mahagon hat geschimpft und sich bei dem Späher entschuldigt. Dann kamen die ganzen Ritter und so an. Erik und Minobu waren auch dabei. Wir sprachen kurz mit ihnen, doch dann bogen alle falsch ab.

Mahagon und ich liefen geradeaus weiter, direkt in das Lager der Orks. Wir fragten sie nach dem Bruder des Barons, doch sie sagten, sie hätten ihn nicht. Fischknochen meinte, wir sollten lieber gehen. Das taten wir und sahen dann nicht weit entfernt unsere Männer. Wir liefen ihnen entgegen. Sie sahen sehr überrascht aus und fragten uns, wie wir durch den Schutzkreis gekommen sind. Wir wussten nicht, von was die sprechen und sagten denen das auch. Was sie sagten, war sehr lustig, eine unsichtbare Mauer hinderte die anderen, sich dem Orklager zu nähren. Nur Mahagon und ich konnten hindurch. Und ein paar von den Rittern, die mit den Orks verhandeln wollten. Wir sprachen ein bisschen mit dem Baron und dass wir versucht hatten, etwas über seinen Bruder rauszubekommen. Die Maschinisten fragten uns, wie es denn im Orklager gewesen ist und warum wir einfach so durch die Barriere kamen. Wir sagten, wir wissen es nicht. Aber dass es sein konnte, dass man nur hinein kann, wenn man eingeladen ist. Wir liefen noch mal zurück, um bei den Verhandlungen zuzusehen.

Ein großer schwarzer Ork kam uns entgegen. Es war einer von denen, die ich befreit hatte. Er schaute uns nur an, sagte zu zwei Goblins, dass sie uns nicht töten sollten und verschwand dann wieder. Schließlich kamen auch die Ritter zurück. Wir folgten ihnen. Es hieß es sollte ein Lösegeld übergeben werden, in einer halben Stunde, auf dem Schlachtfeld vom vorigen Tag.

Mahagon und ich schlossen uns dem Zug an. Wir waren zusammen mit den Maschinisten ganz hinten. Sie fragten uns noch ein bisschen zu den Orks. Einer fragte mich, ob ich nicht gleich bei den Orks einziehen wollte. Ich sagte, warum nicht, doch dann überlegte ich noch mal und sagte, dass es da zu doll stinkt und dass ich ja die Drachengilde habe. Auf einmal zeigte uns einer der Maschinisten einen wunderschönen Käfer und fragte Mahagon, was das denn für einer ist. Wir blieben stehen, um ihn genau anzugucken. Wir verloren dadurch ein bisschen den Anschluss zu den anderen. Und das ist das letzte woran ich mich an diesem Tag erinnere, denn auf einmal wurde mir schwarz vor Augen.

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  Zuletzt geändert am 29 Juni 2005 14:17 Uhr  
   
   
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