Hatafjordinger

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Die Geschichte der Hatafjordinger beginnt mit der Hochzeit von Hildolfur “Axt-im-Wald” Fjoreson in Nyland.

Hildolfur hatte sich seinem älteren Bruder Hjassir Fjoreson, dem Hetmann des Roten Stieres, angeschlossen, um auf vielen Fahrten in die Südlande Beute zu machen und zur Freude der Ahnen wilde Schlachten zu schlagen. Viel Heil hat er sich erstritten und zusammen mit seinem Bruder ungezählte Feinde erschlagen.

In Nyland, dem neuentdeckten Land weit im Westen, führte Hildolfur ein letztes Mal das Schwert für seinen Bruder: Die gemeinsamen Fahrten fanden ein ruhmreiches Ende in blutigen Schlachten gegen grausige Orktiere und maßlose Südländer, die den wilden Freiheitswillen der Nordleute unterschätzten…

Viele tapfere Männer waren gefallen. Unter ihnen lag auch Paul Nattvind, der Südländerfreund.

Doch Nyland wurde befriedigt. Das große Heer der Nordleute, das Hjassir befehligte, gründete einen Handelshafen, in dem eine Handvoll mutiger Männer einen neuen Anfang wagen wollten.
Und Hildolfur schloss den Ehevertrag mit Hjassirs Mündel Svanja Hallgerdsdottir, die eine reiche Mitgift brachte. Zeugen waren Durundan Sohn des Swjeloff, der Jarl des ruhmreichen Harsumer Haufens, Reifur Vaskurson, Hauskarl des Roten Stiers, der seine Axt mit Macht schwingt, und andere große Männer.

Nun war es für Hildolfur an der Zeit, sich mit seiner Frau niederzulassen. Als zweiter Sohn des Fjore besaß er kein Land. Wie alle jüngeren Söhne von großen Männern, die nicht im Schatten der Älteren leben wollen, musste er fortziehen, um sich einen eigenen Landstrich urbar zu machen.
Mit seiner Frau zog er also wieder in den Norden, um an den Grenzen der besiedelten Welt einen passenden Fleck zu finden.

Schließlich ließen sie sich im Hatafjord nieder. Seit alters wird der Hatafjord in den Sagas besungen. Doch ob nun Helgi hier den alten Riesen Hati erschlagen hat und ob der sonderbare Felsen im Fjord die versteinerte Hrimgerd ist; Ob Hati, Sohn des Fenrir, der einst den Mond verschlingen und die Sonne verdüstern wird, sich im Hataskog herumgetrieben hat: Heute haben die wenigen Bewohner des Landstrichs nichts mit der Hexerei der Joten zu schaffen und sind ehrliche, bodenständige Leute. Die Wölfe, die hin und wieder im Skog jaulen, sind einfache Tiere, wie jeder sie kennt. Der Hatafjord ist ein stiller Fleck, der fortan die Heimat von Hildolfurs Sippe sein soll.

Mittlerweile haben Hildolfur und Svanja Hatahys gebaut, einen prächtigen Hof, der von der reichen Beute Hildolfurs und der Tüchtigkeit (oder Eitelkeit…) seiner Frau kündet. Dem Hataskog haben sie viel fruchtbares Land abgetrotzt, das nun von den Familien bestellt wird, die Hildolfur gefolgt sind, um seine Felder zu besorgen und im Hatafjord einen neuen Anfang zu wagen.
Mit den Bewohnern einer handvoll Weiler in der Umgebung und den Leuten aus Snillby, dem kleinen Dorf am Fjord, pflegen sie gute Nachbarschaft.

Doch jetzt, im Frühling des zweiten Jahres, packt Hildolfur wieder die Lust auf Reisen. Zudem erinnert Svanja, die Zänkische, in schöner Regelmäßigkeit daran, dass ein Mann, dem nur das Blut von Schweinen und Ziegen in die Nase steigt, niemals neben den Ahnen sondern nur unter Schweine- und Ziegenhirten zechen wird. Vor allem aber feuern ihn die leuchtenden Augen der hatafjordinger Männer an, die gierig seinen Geschichten von vergangenen Fahrten lauschen - er ist nicht der einzige, der Durst nach Heil, Ruhm und Silbermünzen kennt.

Und nun laden die Lendermannen, alte Kampfgefährten und Zechkumpane, zum Sonnenwendefest ein! Hildolfur macht sich also mit seiner Frau auf nach Starkadsund - und neue Gefolgsleute und Freunde begleiten sie.

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  Zuletzt geändert am 19 Februar 2012 21:54 Uhr  
   
   
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