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Verwundungen und deren Heilung

Einleitung

Ständig werden Charaktere verletzt. Das Heldenleben ist nunmal geprägt von Blessuren. Ihr könnt euch an den folgenden Richtlinien zum Ausspielen und Heilen von Wunden orientieren.

Ausspielen von Wunden

Wir legen viel Wert auf Darstellung und Ausspielen der Wunden. Schmerzensschreie, das Stöhnen der Verwundeten und ähnliches bereichern das Spiel.

Wir begrüßen es, wenn ihr Kunstblut verwendet. Falls möglich, werden wir sogar beim Check-In eine kleine Portion an jeden Spieler ausgeben.

Fragt aber vor dem Auftragen OT nach, ob es für den anderen Spieler ok ist. Bedenkt auch, dass auswaschbares Kunstblut zwar aus fast allem, aber meistens nicht mehr vollständig aus reinweißem Stoff auswaschbar ist.

Verzichtet auf spielstörende OT Kommentare

Statt “Wie viele Lebenspunkte hast du noch?” fragt Intime: “Wie geht es dir?”, oder falls ihr keine Antwort bekommt, leise Outtime “Was sehe ich?”

Statt “Ich bin schon auf minus-eins!” erstmal gar nichts sagen, denn euer Charakter ist bewusstlos. Fragt der Heiler dann, was er sieht, beschreibt ihm leise OT die Situation: “Du siehst eine schlimme Bauchwunde und einige Verletzungen am rechten Arm und an den Beinen. Ich bin schon ziemlich bleich. Ich bin ohnmächtig.”

Statt “Ich hab gerade kein Wasser da, intime wasche ich dir aber die Wunde aus” fluchen, dass man kein Wasser hat und welches besorgen.

Statt “Ich krieg gerade die Rüstung nicht auf, intime ziehe ich sie dir natürlich aus” jemanden heranholen, der hilft die Rüstung auszuziehen. Wer über der Rüstung oder Gewandung verbunden ist, wird Wundbrand bekommen.

Grundsätzlich

Die folgenden Heilzeiten sind Richtwerte, damit ihr euch mal so grundlegend ein Bild machen könnt. Besonders was das Sterben durch Verbluten angeht, spielen wir nach der Opferregel - d.h. ihr könnt innerhalb gewisser Grenzen der Vernunft selbst entscheiden, ob und wann euer Charakter stirbt.

Bitte geht mit dieser Möglichkeit verantwortungsvoll um, genaueres findet ihr auch im entsprechenden Abschnitt zur Opferregel.

Bewusstlosigkeit und Verbluten

Sinkt die Anzahl der LP auf 0, so bricht der Charakter kampfunfähig zusammen. Nach spätestens fünf Minuten ohne Versorgung wird er bewusstlos und bleibt es auch, solange er nicht versorgt wurde. Wenn er versorgt wurde, kann der Charakter wieder aufwachen und ist entsprechend schwach.

Hat ein Charakter keine LP mehr oder bleibt eine stark blutende Wunde unversorgt, so verblutet er nach ca 10 Minuten bzw. verliert ein bis zwei Lebenspunkte in dieser Zeit. Falls ihr bei Bewusstsein seid, merkt ihr das natürlich und werdet hoffentlich was dagegen unternehmen!

Wunden

Leichte Wunden sind z.B. Schnitte von Dolchen. Mittlere Wunden sind z.B. Verletzungen durch Schwerthiebe. Schwere Wunden sind z.B. klaffende Bauchwunden, Volltreffer durch Zweihandwaffen, mehrere Treffer auf eine Stelle.

Heilungsstufen

Es gibt verschiedene Stufen medizinischer Versorgung. Bitte verwendet nur das Wissen, was auch zu eurem Charakter passt. Wunden gelten nicht als versorgt, wenn über Kleidung oder Rüstung verbunden wird (schiebt die Ärmel dann hoch, oder zieht das Teil aus). Treffer an Stellen, die ihr nicht zeigen wollt (z.B. Brusttreffer bei Frauen) dürft ihr an eine geeignetere (aber nicht unbedingt bequemere) Stelle verschieben. Man kann also von der Brust auf den Bauch, aber nicht auf den kleinen Finger umverlegen. Das gilt aber wirklich nur für Stellen, bei denen das Ausspielen nicht vertretbar ist, wer nur zu faul ist sein Kettenhemd für die Rückenwunde abzulegen, hat Pech gehabt.

Einfacher Verband: Jeder kann Wunden verbinden, wenn er irgendeine Form von Verband, auch improvisiert, verwendet. Ein Verband stoppt die Blutung, der Charakter kann somit nicht mehr verbluten. Um Lebenspunkte zurück zu bekommen, muss die Wunde fachgerecht versorgt werden. Bitte macht auch nen ordentlichen Verband, nur ein Tuch drüberlegen reicht nicht! Schwere Wunden brauchen entsprechend mehr Verbandsmaterial.
Achtung: Hat der Charakter keine LP mehr, stirbt er nach einer halben Stunde, wenn er nur einen einfachen Verband bekommen hat. Um jemanden zu retten, muss da schon fachkundige Hilfe her. Außerdem wird sich bei Nicht-Auswaschen einer Wunde sehr bald eine schlimme Infektion einstellen, wenn das nicht nachgeholt wird.
Grundversorgung: Wird die Wunde grundlegend versorgt, d.h. ausgewaschen und mit sauberem Verbandsmaterial verbunden, so dauert die vollständige Heilung pro Wunde, abhängig von der Schwere (s.o.), 1 (leichte Wunden) bis 2 Stunden (mittlere Wunden). Bei schweren Wunden kann die Blutung zwar gestoppt werden, aber Lebenspunkte werden erst nach 6 Stunden Schlaf regeneriert. Eingeschränkte (!) Belastbarkeit ist etwa ab der Hälfte der Zeit wieder möglich. In der Heilungsphase sollte sich der Charakter nicht übermäßig anstrengen (insbesondere kämpfen) sonst riskiert er, dass seine Wunden wieder aufbrechen. Der Verbindende entscheidet über die genaue Heilungszeit, der Verbundene über das Aufbrechen der Wunden - hier ist eure Darstellung gefragt. Ein Rechenbeispiel: der Charakter erleidet eine Schwertwunde am Bein, eine am Torso und ein Arm wird ihm fast abgetrennt. Der Verbindende wäscht die Wunden aus und verbindet sie. Nach 4 Stunden sind die Wunden an Bein und Torso verheilt. Für die Wunde am Arm ist eine fachgerechte medizinische Versorgung nötig. Ist der Verletzte der Meinung, sich zu überanspruchen, sollte er entscheiden, dass eine der Wunden wieder aufbricht.
professionelle Behandlung: Verfügt euer Charakter über das Wissen eines Medicus oder eines Heilers, so muss er das entsprechend darstellen. Dies kann er tun, indem er besonders viel fachsimpelt, laut über seine Diagnosen nachdenkt, Utensilien zum Nähen von Wunden dabei hat und sich nach der Heilungsphase vergewissert, dass die Wunden auch wirklich gut zusammengewachsen sind. Der Charakter ist fähig, Knochen zu schienen und Wunden zu nähen. Die Dauer der Wundheilung beträgt je nach Schwere der Verletzung (s.o.) 10 bis 60 Minuten. Versorgt ein Heiler einen einfach verbundenen Patienten, so verkürzt das seine Genesungszeit. Auch hier darf der Patient während der Heilungsphase keine größeren Anstrengungen unternehmen. Hier das gleiche Rechenbeispiel wie im vorigen Punkt: der Heiler versorgt die Wunden. Er säubert sie, näht sie und verbindet sie fachgerecht. Zusätzlich schient er den Arm, damit der Knochen wieder zusammenwächst. Die schwere Wunde benötigt 60 Minuten, die anderen jeweils 30, um zu heilen. Also ist der Charakter nach 2 Stunden wieder hergestellt. Zum Aufbrechen der Wunden gilt gleiches, wie im letzten Punkt. Auch hier liegt die genaue Genesungszeit im Ermessen des Heilers.

Heilzauber, -tränke und -kräuter

Die Anwendung von Zaubern, Tränken und Kräutern dient nur zur Beschleunigung der Heilung. Das heißt, die Wunde muss vorher versorgt werden, damit sie auch sauber wieder zusammen wächst. Ein gebrochener Knochen wird durch einen Heilzauber nicht geschient, was seine Anwendung ziemlich schmerzhaft machen dürfte. Bitte seid fair, beim Festlegen der Heilungszeiten. Jemand der fast tot war, sollte nicht nach 10 Minuten wieder top fit in den nächsten Kampf stürmen.

Interner Bereich
  Zuletzt geändert am 25 Januar 2007 20:01 Uhr  
   
   
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