Orden des Rondus

   

Brin Liegerfeld
Conberichte

Conquest of Mythodea, aus Sicht des Brin Liegerfeld:

Wir reisten nach Mythodea durch die Tunnel der Unterwelt und legten in wenigen Stunden tausende Meilen zurück, was an sich schon beeindruckend war. Nach einer viertägigen Rast an einem Tempel eines mir unbekannten Gottes um auf ein weiteres Heer aus dem Westen zu warten und weiteren Stunden in der Unterwelt kamen wir schließlich im Süden Mythodeas an.
Zur großen Überraschung aller war das Siegel der Terra aber schon geöffnet, eine kleine Siedlung Einheimischer gegründet und wie wir später herausfinden sollten ein neues verfemtes Element, das untote Fleisch, befreit. Als meine Gruppe – Sire Lornalth, der Orden des Rondus und Begleiter – die Tunnel verließ waren die Lager der Elemente bereits errichtet und auch die Jäger der Nacht, waren schon vor einem Tag im Lager der Magie angekommen. Es herrschte schlichtweg Chaos im Lager, denn es gab keinerlei Organisation. Der Sire beriet sich kurzentschlossen mit einigen Edlen, woraufhin wir die erste Torwache stellen um wenigstens ein wenig für Sicherheit zu sorgen.
Ich war mit ein paar Mannen der Jäger und des Ordens am frühen Abend dran und erlebte dort den ersten Angriff des untoten Fleisches. Es war gleichermaßen beunruhigend als auch beeindruckend, wie sich einerseits der Feind gegen uns stellte und andererseits die Krieger des Lagers selbigen bekämpften. Ich sorgte dafür, dass kampfentschlossene Krieger und Magier hinaus und verletzte hinein konnten, und ich verschloss ich das Tor vor dem Untod, welcher des öfteren bis zum Tor vordringen konnte. Wir siegten, auch wenn es einige Verletzte gab. Ich begab mich nach der Wache in unser Lager und überließ die Nacht über anderen das Tor.
In der Nacht noch wurde dann der Lagerrat gewählt, dem schließlich eine Elfe und zwei Magister angehörten. Als Heerführer des Lagers wurde Sire Gordin von den Dreiländern bestimmt. Weiterhin hielten Nyame und Archon des Nachts eine Ansprache, bei der zum Entsetzen aller die Nyame den Archon mit einer vergifteten Klinge verletzte, wie ich hörte. Daraufhin, um eine weitere Eskalation zu verhindern, wurden beide von den Elementen versteinert.
Am Morgen meldete ich mich erneut als Wache und wurde auf den Türmen des Lagers als Ausguck eingesetzt. Ich sah von dort aus zu, wie die Elfen, welche im Lager der Magie ihre Zelte errichtet hatten, Schlachtformationen übten. Es war wahrlich beeindruckend, wie sie dort standen, vorrückten oder abhockten um den Bogenschützen in der zweiten Reihe das Schießen zu ermöglichen. Kurz vor der Mittagsstunde hielt der Lagerrat eine Ansprache, in welcher ich erfuhr, dass es künftig darum gehen würde Questen zu lösen um Banner der Macht zu erringen und schließlich Prinz des Südens, seinesgleichen Stellvertreter des Archon, zu werden. Schließlich wurde zur Mittagsstunde die Torwache offiziell an die Elfen übergeben.
Wenige Stunden später, als ich von einem kleinen Erkundungsausflug zurück ins Lager kam, erfuhr ich, dass Antarion, Mara und Aron aufgebrochen waren um mit anderen bei der Lösung einer Queste zu helfen. Es hieß nur, sie seien in das Lager der Drow gegangen um ihren Mut und ihre Standhaftigkeit zu beweisen. Nach einiger Zeit kamen ein paar ihrer Begleiter leicht verwundet zurück und berichteten, dass sie die drei wegen einer Übermacht an Untotem Fleisch und Drow zurücklassen mussten. Ich befürchtete das schlimmste und machte den Bärensteinern, die sie zurückgelassen hatten heftige Vorwürfe. Nachdem ich die Angelegenheit bei Sire Lornalth gemeldet hatte stellte dieser einen kleinen Rettungstrupp zusammen und wollte eben aufbrechen, als die drei übel zugerichtet, mit schwersten Verletzungen ins Lager gebracht wurden. Dianell und Emma, zwei unserer Arztkundigen, kümmerten sich sofort um die Verletzten. Filius Antarion hatte Wundbrand, sodass seine sich bereits schließenden Wunden wieder geöffnet werden mussten. Dianell wollte tatsächlich, dass ich dabei die Klinge führte, weil sie das wohl nicht könne. Schließlich übernahm der Alchemist der Jäger, Sire Glennean, dies indem er sich Antarion annahm. Auch Maras Wunden wurden von ihm und Emma versorgt.
Generell war unser Lager stetiger Anlaufpunkt für Verletzte in den unzähligen Scharmützeln der Tage auf Mythodea. So auch an diesem Abend als bei strömendem Regen das Lager der Terra angegriffen wurde. Ich wurde verletzt, weil ich aus Torheit mein Kettenhemd nicht trug. Doch Dianell versorgte meine Wunden diesmal fachgerecht, sodass es mir bald besser ging. Jetzt aber konnte ich mir vorstellen, wie sich Antarion gefühlt haben mochte, denn ich bekam, wie er, einen Schwertstreich über den Bauch und konnte mich lange nicht mehr bewegen.
In der Nacht wagten es ein paar Jäger und Ich in die Siedlung zu gehen um dort auf andere Gedanken zu kommen. Wir setzten uns in eine Schenke und wurden sogleich mit Bier und Met versorgt. Der Met lockerte die Zunge des uns begleitenden Magisters Xadys soweit, dass ich einiges über seine Zuneigung zu einer gewissen Filia Isabel im Tempel des Rondus auf Eleat erfuhr. Ich kenne selbige zwar nicht, doch fand ich es sehr interessant und lauschte seinen Worten aufmerksam. Es war auch sehr interessant zu sehen, wie viele verschiedene Rassen in dieser Stadt mehr oder weniger friedlich miteinander auskamen. Ich denke das war Magica zu verdanken, welche als Bindeglied zwischen den Elementen diese zu beruhigen vermochte.\\ Am nächsten Morgen wurde ich geweckt um gleich darauf in die Schlacht zu ziehen, denn das Lager der Aeris wurde vom schwarzen Ice, dem ersten verfemten Element, angegriffen. Unser Zug von zehn Kriegern fiel dem Feind in den Rücken, doch versprengten wir uns sehr schnell und wurden aufgerieben. Schwer verwundet lag ich auf dem Schlachtfeld als Krieger der Gegner mich zu einem Sammelplatz zerrten, wo auch einige andere von uns lagen und hingezerrt wurden. Filius Antarion, Filius Dietbert und Filia Mara waren, soweit ich das sehen konnte bewusstlos. Ich sah, wie immer mehr gefallene Verbündete zu uns gebracht wurden und auch, wie Priester des Feindes immer neue Krieger heraufbeschworen. Ich betete immer wieder zu Rondus, doch bewahrte mich das vor unserem gemeinsamen Schicksal. Bald nämlich kamen die unheiligen Priester zu uns, heilten alle unsere Wunden, nur um uns danach als Gefangene durch eines ihrer Portale zu bringen (OT).
Im Augenblick als ich das Portal durchschritt kam ich auch schon wieder hinaus. Umringt von Freunden und Verbündeten ganz in der Nähe des Magielagers doch weit vom ursprünglichen Schlachtfeld entfernt. Filius Reinhold und Rufus unser Botenjunge entdeckten uns zuerst, woraufhin Rufus sofort zum Lager rannte um zu melden und Reinhold uns fragte, wo wir hergekommen seien. Die Sonne stand hoch am Himmel, was mich verwunderte, da wir am frühen morgen auf dem Schlachtfeld standen aber ich dachte mir nichts dabei. Als wir dann zum Lager kamen, wurden wir bereits erwartet, doch nicht so, wie wir es erwartet hatten. Mit gezogenen Waffen wurde uns befohlen die unsrigen abzulegen, wonach wir im Lager gefangen genommen wurden. Zumindest haben wir etwas zu essen bekommen und auch Werkzeug um meine beschädigte Rüstung zu reparieren, wurde mir zur Verfügung gestellt. Nach ein paar Stunden schärfster Überwachung und nachdem ein paar von uns eine gründliche Untersuchung über sich ergehen lassen mussten und das Orakel befragt wurde, was uns alle freisprach von der Beeinflussung durch die Leere, konnten wir endlich zu unseren Zelten um uns auszuruhen. Später erfuhr ich, dass sich Aron in der Zeit unserer Abwesenheit zum Führer der verbleibenden Rondusgläubigen ernannt hatte, was ich als sehr anmaßend empfand.
Ich war gerade dabei mein Kettenhemd zu reparieren, als Filius Antarion eine Übung befahl. Wir übten vor dem Lager Schlachtformationen und bekamen auch gleich eine Gelegenheit unsere Fähigkeiten am untoten Fleisch auszuprobieren. Es war erbauend, zu sehen, welchen Effekt eine geordnete Schlachtformation auf diese Gegner hatte. Wir besiegten sie mit Leichtigkeit. Auf dem Rückmarsch jedoch wurden wir von einem Angriff des schwarzen Ice’ überrascht und Antarion wurde verletzt als er heldenhaft unser Einrücken deckte.
Später griff ein Trupp Söldner das Lager an. Bei diesem Gefecht wurde ich verletzt und hinkte ins Lager zurück. Dianell versorgte meine Wunden und kümmerte sich danach um weitere verletzte. Wohl nur um uns nicht zur Ruhe kommen zu lassen, kamen, als es grade wieder ruhig geworden war, die Schwestern der Leere in unser Lager. Als der Alarm ertönte und ich begriff, wer uns da angriff überkam mich eine unnatürliche Panik. Ich floh rückwärts, soweit ich konnte, viel über Zeltschnüre und verkroch mich hinter einem der Zelte. Die anderen sangen das Lied der Naldar um die Win’dsha zu vertreiben. Zitternd und völlig aufgelöst fand Vina, eine Jägerin, mich und holte sofort Hilfe, denn meine Wunden waren wieder aufgeplatzt. Auch als wir später auszogen um dem Orklager gegen einen übermächtigen Feind beizustehen ließ mich das Auftauchen der Schwestern der Leere untypischer Weise meine Gefährten im Stich lassen und zurück ins Lager fliehen. Dort half mir Antarion indem er mit mir zu Rondus betete. Das beten gab mir Mut und ich kehrte zurück in die Schlacht, welche, als ich dort ankam bereits beendet war.
Am Abend wollte Magica persönlich ins Lager der Söldner ziehen um dort die Verantwortlichen für den Angriff zur Rechenschaft zu ziehen. Sire Lornalth, Filius Antarion, Dietbert, Mara und ich begleiteten sie und ein paar Magier und weitere Krieger aus dem Lager. Dort im Söldnerlager mussten wir ungebührlich lange warten und so suchte Magica die verantwortlichen selber auf und stellte sie zur Rede. Diese gaben zu von einem Menschen in der Siedlung bezahlt geworden zu sein den Angriff zu führen, woraufhin sich Magica um diesen kümmerte. Ein beeindruckendes Schauspiel war das, wie der Wirt einer kleinen Schankstube vor Magica „immer kleiner wurde“. Sie versagte ihm sämtliche Wirkung von Magie auf seinen Körper, bis er die Geldschuld, die durch den Angriff entstanden war beglichen hätte. Als Pfand wurden zwei Krieger der Söldner in unser Lager gebracht, welche in der selben Nacht noch ausgelöst wurden.
Am nächsten Morgen, nachdem auch der immer aufmüpfiger werdende Aron sich bequemte aufzustehen und sein Frühstück beendet hatte, begab ich mich mit allen Ordensmitgliedern und Mitreisenden auf den Pfad der Elemente. Wir begannen beim Schrein der Magica, pilgerten dann zu Terras Schrein und zu Aeris’. Überall beteten wir zuerst zu Rondus und schließlich zum Element, dem der Schrein geweiht war. Wir baten um Kraft für den Kampf gegen die verfemten Elemente und um den Segen der Elemente.
Als wir ins Lager des Aqua wollten, stellten wir fest, dass die Mauern verbrannt, der Boden davor mit Überresten Untoter übersäht war und der Gestank der öligen Pestilenz in der Luft lag. Das Lager wurde von einer magischen Barriere geschützt, die niemand, weder hinein noch heraus, durchdringen konnte. Wir wurden gebeten die Naldar aus dem Lager der Aeris zu benachrichtigen. Antarion schickte einen uns begleitenden Jäger um dies zu tun und führte uns zunächst zum Lager des Ignis um dort unsere Pilgerfahrt fortzusetzen. Nachdem wir unser rituelles Gebet abgeschlossen hatten begaben sich Filius Antarion und Reinhold zum Lager des Aqua um zu sehen, ob das Tor nun passierbar wäre.
Während ihrer Abwesenheit wurde das benachbarte neutrale Lager vom schwarzen Ice angegriffen, sodass Filia Mara Rufus entsandte um Antarion und Reinhold zu unterrichten und zu warnen. Dieser kam alsbald zurück und überbrachte die Nachricht, dass wir zum Lager des Aqua kommen sollten, weil die Naldar die magische Barriere neutralisiert hatten. Wir trafen die beiden dort und wurden nach Einlass in das Lager darüber informiert, dass der Schrein des Aqua entweiht wäre und ihm nun nur noch ein kleiner Altar geweiht sei. Da in dieser Zeit ein nicht geweihter Schrein eine deutliche Schwächung der Kraft der Elemente war, sammelten wir einige der anwesenden des Lagers um den Schrein um zu versuchen ihn erneut zu weihen und Aqua um Verzeihung zu bitten. Filius Antarion leitete die Zeremonie an dessen Ende durch ein Wunder des Aqua auf zwei Sockeln des Schreins kristallene Schalen mit klarem Wasser erschienen. Es war vollbracht. Eine Gruppe Rondusgläubiger aus dem Lager der Magie war nötig, um mit Hilfe von Magica und einigen Anhängern des Aqua den Schrein desselben wieder zu weihen und Aqua zu besänftigen. Auf dem Rückweg zum Lager der Magie begleiteten uns einige wenige um sich bei Magica zu bedanken.
Als wir dort ankamen erfuhren wir, dass während unserer Abwesenheit ein massiver Angriff des Feindes auf unser Lager mit Hilfe des Avatars der Terra zurückgeschlagen werden konnte, sodass das Lager der Magie als einziges nicht geschliffen worden war. Auf Bitten riss Terra dabei unsere eigenen Palisaden ein um zu ermöglichen, dass unsere Truppen das Lager verlassen und dem Feind in die Flanke fallen konnten.
Später wählte Sire Lornalth ein paar von uns aus um ihn bei der Suche nach der Rose des Vergessens zu helfen, welche zur Lösung einer Queste benötigt wurde. Zuvor war es nötig den Segen der Aeris zu erlangen um nicht beim Anblick der Rose zu vergessen, weshalb man sie suchte. Nachdem wir auf Aeris’ Bitte einigen Verwundeten einer Schlacht vor dem Orklager geholfen hatten, wurde uns dieser Segen auch gewährt. Zurück im Lager wählte sich Sire Lornalth 3 Ordenskrieger, genauer Antarion, Dietbert und Mara, aus um ihn auf die letztendliche Suche nach der Rose zu begleiten. Allerdings kamen sie auch schon bald unverrichteter Dinge zurück.
Am Nachmittag prophezeite das Orakel einen Angriff auf sich selbst, weshalb Männer gesucht wurden um es zu beschützen. Selbstverständlich war ich sofort zu Stelle. Als wir dort ankamen erschütterte ein mächtiges Beben die Erde und das Orakel fiel. Ihre letzte Weissagung schallte dank Aeris immer und immer wieder in unseren Ohren, sodass einige Schreiber diese notieren konnten. Antarion und ich knieten ehrfurchtsvoll vor dem toten Orakel und lauschten mit vielen anderen Anwesenden ihren letzten Worten. Die anderen Avatare der anderen Elemente kamen alsbald um zu sehen, was geschehen war, doch konnten sie nichts mehr tun.
Am Abend sollte mit Hilfe von Glennean ein Trank gebraut werden, welcher es der Nyame des Südens erlauben sollte diesen Posten zu behalten. Was genau da zusammengebraut werden musste, ist mir ein Rätsel doch weiß ich, dass eine Komponente davon das Gift der Klinge war, mit dem die Nyame den Archon, wohl unter Beeinflussung durch die Leere, verletzte. Die Jäger der Nacht und der Orden des Rondus waren dazu bestimmt worden das Ritual der zu beschützen und es mit „viva elementi“-Rufen zu unterstützen.
Nach kleineren Gefechten, an denen wir allesamt nicht teilnahmen und einem spektakulären Kampf zwischen dem Golem des untoten Fleisches und dem des Ignis, welchen der Feuergolem für sich entscheiden konnte, rasteten wir auf dem Schlachtfeld. Ich meldete mich kurz ab um beim Ritual zuzusehen, ließ meine Waffe und den Helm aber dummerweise bei meinen Kameraden. Dies hätte ich nicht tun sollen, denn als ich grade zusah, wie Xadys und Aron, welcher sich unerlaubt von der Truppe getrennt hatte, die menge zu Unterstützungsrufen inspirierten, griff der Feind an und schnitt mich von meinen Kameraden ab. Unbewaffnet zog ich mich aus der Schlacht zurück und kümmerte mich um die Verletzten, die zu Hunderten vom Schlachtfeld getragen wurden.
Als das Gefecht vorbei war, suchte ich meine Ausrüstung und ging nachdem ich sie gefunden hatte zum Banner der Jäger. Dort sah ich ihn liegen. Merlon, der Paladin des Arphim und Mitglied der Jäger der Nacht, war gefallen. Enthauptet und auch sonst übel zugerichtet lag er dort auf dem Schlachtfeld in einer riesigen Lache seines Blutes. Um ihn herum knieten Leutnant Tulgor und andere Jäger. Xadys kam nach mir dort an und brach schreiend vor Kummer in sich zusammen. Nachdem der Gefallene ins Lager getragen war, wurde er dort aufgebart. Ich verließ das Lager erneut um den vermissten Aron zu suchen. Vor dem Tor fand ich Bran, unseren Koch, der vom untoten Fleisch gebissen worden war und nun auf Hilfe durch unseren Alchemisten hoffte.
Ich fand Aron nicht, doch wurde ich Zeuge davon, wie der Archon und die Nyame des Südens entsteinert werden konnten. Nachdem die Vergiftung des Archon behandelt wurde, bestimmten beide einen neuen Prinzen des Südens anhand der errungenen Banner der Macht. Dianell, Rufus, Sire Glennean und ein weiterer Jäger der Nacht waren ebenfalls zugegen. Glennean hatte vor bei der ebenfalls anwesenden Nyame des Westens um Hilfe für Merlon zu bitten und als ich erfuhr, dass sie zugesagt hatte rannte ich ins Lager um die freudige Nachricht zu überbringen, da ich davon ausging, dass es ihr möglich war Merlon von den Toten zurückzuholen. Dort angekommen beteten Antarion und die anderen für Aron, der schwer verletzt auf ein paar Strohballen gebettet war. Ich schloss mich ihnen sofort an und als wir Aron danach ins Zelt getragen hatten, war die Nyame des Westens und auch Magica persönlich in unserem Lager um Merlon die letzte Ehre zu erweisen. Magica meinte, dass es nicht möglich sei ihm zu helfen, da Merlon schließlich genau dafür gekämpft habe. Ich frage mich noch heute, wofür wir gekämpft haben, wenn Magica nicht einmal in der Lage ist einen gefallenen Krieger zurück ins Leben zu holen. Die Nyame segnete unseren gefallenen Freund und ein Priester des Arphim leitete eine dem Toten würdig und sehr ergreifende Zeremonie, an der wir teilhaben durften. Schließlich erwiesen auch die Elfen und einige andere Merlon die letzte Ehre. Der Abend war ruhig und auch wenn Dietbert, Reinhold und ich noch in die Siedlung gingen, so war doch immer der Gedanke an Merlon in unseren Köpfen.

OT: Wir schritten durch das Portal in die Finsternis. Durch einen langen Tunnel, erhellt von wenigen blauen Lichtern und mit weichem Boden, wurden wir in die Sphäre des Schwarzen Ice’ geführt. Dort wurden wir ein paar stunden gefangen gehalten bevor wir in einen erleuchteten Bereich geführt wurden, wo uns ein Schwarm des Schwarzen Ice’, deren Anführer und die Schwestern der Leere erwarteten. Nach dem protzigem Gerede des Heerführers des Feindes, vor dem wir auf die Knie gehen mussten, wurden wir der Leere überlassen. Wir versuchten die Win’dsha mit dem Lied der Naldar zu bekämpfen, hatten jedoch keinen Erfolg. Als einige der Sänger mit einem Schweigezauber belegt wurden hielt auch ich es für besser zu schweigen. Die Schwestern der Leere begannen nun einigen von uns Aufträge zu geben, die wir unwissend es zu tun ausführen sollten. Weil ich bei einer Situation wohl etwas zu vorlaut war, „schenkte“ die Anführerin der Win’dsha mich ihren Schwestern, mit den Worten „tut mit ihm was ihr wollt“. Die Leere ergriff mich, und zerrte mich von den übrigen weg. Sie pflanzte mir die pure Angst vor den Schwestern ins Fleisch, löschte alles, was ich dort erlebte aus meinen Gedanken und schickte mich schließlich in einen unheiligen Schlaf.

Brin Liegerfeld
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  Zuletzt geändert am 11 August 2007 18:21 Uhr  
   
   
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